Am letzten Sonntag fand mit spektakulären Besucherzahlen das Jahresfest des Kindermuseums Adlerturm statt. Schon weit vor dem offiziellen Beginn um 11 Uhr bevölkerten die ersten Besucher das Areal rund um den Turm und stellten Fragen, Fragen, Fragen. Ob bei den Pilgrim Badgers, der Emscherflute oder den Federfalken – hier war bis zum späten Nachmittag richtig was los.
Während die Musiker von Emscherflute das ganze Geschehen mit ihrer Musik begleiteten, Marja Geschichten erzählte und vorspielte, konnte man bei den Pilgern Muschelschätze im Sand ausgraben und sich von deren Pilgerreisen erzählen lassen.
Bei uns wurde das Kinderarmbrustschießen gestürmt, Leitergolf gespielt und das Gemüsequiz fast dauerhaft belagert. Helme und Kettenzeug wurde permanent ausgegeben, Schwertschläge ausprobiert und der Nachwuchs fleißig in Rüstzeug auf dem Throne von der Verwandtschaft fotografiert.
Zwischenzeitlich musste das Museum tatsächlich den Einlass regulieren, da der Turm aus sicherheitstechnischen Gründen nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern gleichzeitig aufnehmen darf. Stundenlang bildeten sich Schlangen auf dem Treppenaufgang zum Turm. Eine Belagerung wie aus dem Geschichtsbilderbuch!
Was für uns bleibt: wieder mal viele Aha-Erlebnisse bei Groß und Klein, lieber Besuch, köstliche Speisen, interessante Gespräche und die tolle Unterstützung von Didi und Thorwald machten den Tag zu einer weiteren erfolgreichen Erinnerung für alle Beteiligten.
Ein kurzer Besuch führte uns am Freitagnachmittag nach Klein-Barop. Hier steht die Margarethenkapelle aus dem 13. Jahrhundert.
Inzwischen Baudenkmal, wird hier einmal im Jahr das Margarethenfest von der ev. Kirchengemeide Dortmund-Südwest begangen. Die Mittelalterleute „holen“ das extra für den Anlass gebraute Margarethenbier, Schinken und Brot aus der Stadt für die hungrigen und durstigen Menschen vor Ort. Unter den wunderschönen alten Bäumen wird Musik gemacht, getanzt, gelacht und einfach ausgiebig gefeiert.
Die Kapelle selbst ist ein Kleinod – wer sich auf die Spuren der Vergangenheit begibt, kann hier einiges entdecken. Nicht nur die Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert….
Vom 27. bis 28. Juni stand der Park am Wasserschloss Haus Rodenberg nach einjähriger Unterbrechung wieder ganz im Zeichen längst vergangener Zeiten.
Schon am Donnerstag wurde fleißig aufgebaut; Planen gespannt, Zeltheringe gesetzt und jede Menge Möbel und Lagerausstattung aus den Autos und Anhängern bugsiert und aufgestellt.
Freitags folgten die meisten Händler, Handwerker und Versorger, die ihre Waren dem geneigten Publikum feilboten. Die Wiesen unter den alten Bäumen verwandelten sich Stück für Stück in den einladenden Markt, den wir von Beginn an auch so kennen.
Im Gegensatz zum Lager an der Dorenburg spielte das Wetter diesmal seine beste Karte aus: Sonne satt (ok, das bisschen Regenschauer am Vormittag wollen wir großmütig vergessen) und hochsommerliche Temperaturen, die teils schon ziemlich schweißtreibend waren. Gut, dass das Bier an den Tavernen gut gekühlt und die Versorgung mit Softeis und eiskalten Milchshakes fußläufig nicht so weit von unserem Lagerplatz entfernt war.
Wir hatten wieder viel netten Besuch, haben lecker zeitgemäß gekocht und gegessen und die Gespräche mit dem vorbeiziehenden Publikum waren wie immer für beide Seiten spannend und aufschlussreich.
Mittelaltermarkt im niederrheinischen Freilichtmuseum bei Grefrath. Ende Mai (vom 22. bis zum 25. Mai) waren wir nach einigen Jahren der Pause wieder zu Gast an der Dorenburg und haben unser Lager auf dem dortigen Mittelaltermarkt aufgeschlagen.
Trotz des plötzlich ungewöhnlich kalten und nassen Wetters (in den drei Wochen zuvor war kaum eine Wolke am Himmel zu sehen) sind viele Besucher ins Museum gekommen. Eine besonders schöne Begegnung war die mit Shirley und Richard aus Salisbury (), die wir einfach mal „eingesammelt“ haben, damit sie ihren Kaffee im Trocknen genießen konnten. Die beiden waren mit einer Reisegruppe aus England unterwegs und haben den Nachmittag im Museum verbracht. Viele Fragen wurden beantwortet, man tauschte sich aus und es war wirklich schön solche — wenn auch nur kurzen — Kontakte zu knüpfen.
Am Abend kam unser „Nachbar“ zu Besuch, es gab ein kleines Whiskytasting und man war sich einig, dass auch unterschiedlicher Geschmack kein Scharmützel wert ist. An dieser Stelle ein Gruß an die Limburger Ritterschaft! Auf der anderen Nachbarseite konnten wir uns an der Katze erfreuen, die von klein auf ein ganz alter „Hase“ ist, was Mittelalterlagern angeht. Hunde kennt man, aber ne Katze? Klasse das!
Genauso die paar Seidenhühner, die sich bei uns irgendwie eingenistet haben und sehr zum Gaudi des Publikums immer wieder zu Spekulationen über unser Abendessen beitrugen.
Der Markt an der Dorenburg ist familiär und gemütlich im wunderschönen Ambiente des Museums, leider war das nasskalte Drumherum diesmal eine echte Herausforderung für alle Teilnehmer. Im nächsten Jahr findet der Markt einen Monat später statt – mal abwarten, ob sich die Sonne dann gegen die dunklen Regenwolken durchsetzen wird …
Es ist schon einige Zeit her, dass wir am Dortmunder Adlerturm aufgebaut haben. In diesem Jahr war es wieder einmal so weit. Im Rahmen des DortBunt-Stadtfestes waren auch wir mit einem kleinen Lager auf der Wiese vor dem Kindermuseum Adlerturm zugegen.
Großen Erfolg feierte das „Gemüsequiz“ — hier konnten die Besucher erraten, welche der gezeigten Gemüsesorten es hier bei uns in Europa im Hochmittelalter gab und welche nicht. Da gab es eine Menge staunende Gesichter und Aha-Erlebnisse. An vieles, das wir heute selbstverständlich im Supermarkt kaufen, war vor 800 Jahren hierzulande nicht im Entferntesten zu denken.
Natürlich waren Schwerter, Rüstzeug und Schilde wieder im Mittelpunkt und zwei Tage lang haben wir viele neugierige Fragen beantwortet — diesmal auch mit unglaublich netter Unterstützung aus befreundeter Gruppe. Es hat wieder einmal Riesenspaß gemacht.
Wie jedes Jahr zum Tag des Offenen Denkmals gibt es in Huckarde an der Urbanus-Kirche ein wenig mittelalterliches Treiben. Coronabedingt erstmalig wieder im letzten Jahr mit einer kleinen, aber feinen historischen Belebung rund um die Kirche. Von Früh- über Hoch- und Spätmittelalter ist alles vertreten. Auch am kommenden Wochenende sind wieder einige Federfalken dabei – unter dem Dach unserer Wikingerfreunde von Fyr Dreki. Während im Huckarder Ortskern das jährliche Stadtteilfest stattfindet, wird an der Kirche die Vergangenheit wach. Hier kommt man ruckzuck mit nur ein paar Schritten vom 9. ins 14. Jahrhundert. Wo sonst reist man so schnell durch die Zeit!
Wir freuen uns sehr auf ein spannendes, unterhaltsames Wochenende mit hoffentlich vielen Besuchern, die sich vom Festplatz auf dem Huckarder Markt Richtung Mittelalter treiben lassen.
„Hartnäckig weiter fließt die Zeit,die Zukunft wird Vergangenheit.
Aus einem großen Reservoirins andre rieselt Jahr um Jahr.“
– Wilhelm Busch
Ein für die Federfalken erneut recht ruhiges Jahr geht zuende und wir wünschen an dieser Stelle allen unseren Freunden und Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Wir freuen uns auf ein hoffentlich glücklickes und freudiges Wiedersehen auf einem der mittelalterlichen Markttage und Veranstaltungen in 2024! Bleibt gesund und ein herzliches Pax Vobiscum.