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02.07.2026

Zu heiß für Fehden

Das war sie – die Aplerbecker Schlossfehde 2026.
Bei knapp 40 Grad gestaltete sich schon der erste Teil des Aufbaus am Mittwoch als Herausforderung.
Nachmittags nach der Arbeit, bewaffnet mit ausreichend Mineralwasser und den Zeltplanen, ging es auf unseren angestammten Platz im Rodenbergpark.
Und dann lief es ungefähr so: Lagerplane aus dem Hänger, Pfosten und Seilekiste dazu. Pause. Drei Heringe eingeschlagen. Pause. Abspannung aufgezogen. Pause. Das ging dann so weiter, bis endlich zwei Zelte und die Lagerplane sturmsicher standen.
Am Donnerstag folgte der Rest in ähnlicher Manier.

Ab Freitag 14 Uhr begann die Aplerbecker Schlossfehde offiziell.
Von Besuchern war aufgrund der Hitze an den beiden ersten Tagen kaum etwas zu sehen. Die wenigen Unverzagten belagerten die Schenke im Schatten der alten Bäume und – wen verwunderts – den Eisstand.
Für Fehde und Schwertkampf hatte niemand wirklich Ambitionen und so sind die Schwerter, Rüstungen und Schilde zumeist in den Rüstkammern verblieben.

Aufgrund der von der Landesregierung NRW ausgerufenen hohen Waldbrandwarnstufe waren offene Feuer verboten.
So wurde auch in den meisten Lagern nicht gekocht, sondern es standen Salate, Obst und Milchprodukte aus dem überaus angenehm temperierten REWE gegenüber des Parks auf den meisten Lager-Speisekarten.

Der ordentliche Regenguss in der Nacht auf Sonntag hat die Temperaturen auf ein erträgliches Niveau gesenkt und tatsächlich trieb es am Sonntag eine ganz Menge Besucher auf den Markt. Es gab sogar einen kleinen Umzug mit den Markt- und Spielleuten.
Für Sonntagabend waren dann wieder Starkregen und Gewitter vorausgesagt, so dass sich die Orga sinnvollerweise für einen vorgezogenen Abbau aller Lager und Händler entschied.

Fazit: es war eindeutig zu heiß in Dortmund, um einen eigentlich wunderschönen und familiären Markt ausgiebig genießen zu können. Dennoch haben sich die Organisatoren und Verantwortlichen wieder sehr viel Mühe gegeben, waren permanent ansprechbar und unterwegs auf dem Plan. Ein extra Dank gilt Karsten und seinem Engagement, der sich zudem noch die Nächte um die Ohren geschlagen hat, um die nächtlichen Störenfriede zur Raison zu bringen und trotz der Hitze immer einen kühlen Kopf behalten hat.

Nur im Schatten der Bäume ließ es sich aushalten.

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