Lager und Veranstaltungen

Lagertermine als iCal oder RSS

Trainingstermine

Trainingstermine als iCal oder RSS
24.10.2014

Waffen

Das Schwert

Das Begriff Schwert ist ein Sammelbegriff für eine Waffengattung, welche unter die Kategorie der Hieb- und Stichwaffen fällt. Ein Schwert besteht hauptsächlich aus drei Teilen(Variationen je nach Epoche). Einer ein- oder beidseitig scharfen Klinge, einem Griff und einer geraden, gebogenen oder teilweise kunstvoll verzierten Parierstange. Schwerter sind seit der Bronzezeit in sämtlichen Kulturen zu finden. In der heutigen Zeit verbinden viele Menschen ein Schwert direkt mit dem Mittelalter. Hier nun eine kleine Erklärung, zu den bei den Federfalken am häufigsten verwendeten Schwertarten:

Das Einhand-Schwert

Das europäische Einhandschwert entwickelte sich im Laufe des Mittelalters nahtlos aus der Spatha. Die Spatha ist eines der ältesten Waffenkonzepte der Menschheit und wurde etwa 15 Jahrhunderte lang benutzt. Das häufig verwendete „Wikingerschwert“ fällt unter die Gattung „Spatha“. Ihren Ursprung hat die Spatha als Reiterschwert der Kelten, die Eigenbezeichnung war jedoch nicht Spatha sondern „Swert“ oder „Suert“ woraus sich der heutige Begriff „Schwert“ bildete.

Im Laufe der Zeit veränderte sich das „Design“ des Schwertes. Die Parierstange wurde nun aus Metall gefertigt und zusehends immer breiter. Auch der Ort (Spitze) des Schwertes wurde mit der Zeit immer stichoptimierter also spitzer gestaltet. In den meisten Fällen wurde das Einhandschwert zusammen mit einem Schild oder einem Buckler getragen und diente als Kampfschwert für die gepanzerte Kavallerie des Schwertadels wurde aber nie als Hauptwaffe geführt. Die Klingenlänge kann von 70 cm bis 110 cm reichen bei einem Gewicht von ca. 0,9 bis 1,3 Kg.

Der Anderthalbhänder (ab dem 12. Jh.)

Der Anderthalbhänder, den man auch als Bastardschwert bezeichnet ist ein Langschwerttyp des Spätmittelalters. Historisch gesehen wird dieser Schwerttypus auch „das lange Schwert“ genannt. Der Anderthalbhänder bzw. das Schwert zu anderthalber Hand ist die Weiterentwicklung des klassischen Einhandschwertes, welches durch modernere Kriegsführung abgelöst wurde. Die Klinge dieser Waffen ist bis zu 100 cm lang und der Griff ist mit bis zu 30 cm auch deutlich länger als bei einem Einhandschwert.

Anderthalbhand bezeichnet die Art mit dieser Waffe zu fechten. Der Schwertarm hält den Griff unmittelbar unter der Parierstange wie bei einem Einhandschwert. Die zweite Hand jedoch wird am Griffende dem sogenannten Knauf gehalten um somit mehr Kontrolle über das Schwert zu haben.

Das Schild

Ein Schild ist eine im Mittelalter weit verbreitete Schutzwaffe. Sie besteht aus unterschiedlichen Materialien wie z.B. Holzgeflecht, Leder oder anderen Werkstoffen. Meistens bilden diese eine leicht gewölbte Platte in den unterschiedlichsten Formen. Die Palette reicht von kleinen, runden Faustschilden bis zu großen Infanterieschilden die durch ihre Größe fast den ganzen Körper schützen. Die Hauptaufgabe der größeren Infanterieschilde bestand darin, den Kämpfer vor Schlägen und Stößen zu schützen, aber auch gegen Geschosse oder einfach nur um den Gegner am Vorrücken zu hindern.

Im späteren Verlauf des Mittelalters wurden die getragenen Rüstungen immer schwerer, da Vollrüstungen immer mehr im Kommen waren. Dies hatte zur Folge, dass das Schild nicht mehr eine so große Schutzfunktion besaß, da die Rüstungen massiver wurden. Nun hatte man ohne Schild eine zweite Hand frei für Anderthalbhänder oder brachiale Zweihändern.

Bei den Federfalken wird ein Schild in Verbindung mit einem Einhand-Schwert oder einer Axt getragen.